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Die Biene

fluglochDie Honigbiene (Apis Melifera) ist 13 - 15 Millimeter lang, wiegt 0,11 Gramm und fliegt bis zu 25km/h schnell, dabei kann sie bis 0,055 Gramm Nektar in ihrer Honigblase transportieren. Mit ihren Flügeln erreicht sie eine Schlagfrequenz von 250 Schlägen pro Sekunde, dabei verbraucht sie 0,1 Gramm Honig je Flugstunde. Sie kann 10 Kilometer in eine Himmelsrichtung fliegen und findet sich anschließend wieder zum Bienenstock zurück, an guten Tagen besucht die Honigbiene bis zu 4000 Blüten. In ihrem Leben kann eine Bienen bis zu 800 Kilometer zurücklegen.

Das Bienenvolk

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In einem Bienenvolk (Der Bien) leben und arbeiten im Sommer etwa 60.000 Arbeitsbienen, mehrere hundert Drohnen und eine Königin. Während der Frühjahrs- und Sommermonate produziert ein Bienenvolk bis 300 Kilogramm Honig, davon kann der Imker in Deutschland im Durchschnitt 40 Kilogramm ernten. Außerdem produziert ein Bienenvolk ein halbes Kilogramm Wachs und trägt 30 Kilogramm Pollen ein. An heißen Sommertagen benötigt ein Bienenvolk 200 Milliliter Wasser, dazu benötigt es 4000 Einzelflüge zur Wasserquelle.

Honig

Honig besteht aus den von Pflanzen produzierten Absonderungen Nektar und Saccharin, die von Honigbienen in Honigwaben angesammelt, umgewandelt und gelagert werden. Nektar entsteht mit Hilfe des Wassers, das die Pflanzen aus dem Boden ziehen. Während es die Stengel hinaufsteigt, schwemmt das Wasser verschiedene Zucker, Mineralstoffe, Vitamine und eine Anzahl anderer Substanzen aus, die von Pflanze zu Pflanze verschieden sind. Die Bienen sammeln den Nektar von den Blüten, pressen ihn zusammen und wandeln ihn mit den körpereigenen chemischen Eigenschaften um. Die verschiedenen Honigsorten aus der Region Leipzig - Sachsen haben unterschiedliche Aromen, Farben, Strukturen und Eigenschaften, die jeweils von den Pflanzen abhängig sind, von der Beschaffenheit des Bodens, der Witterung, dem Klima und der Jahreszeit der Ernte, so daß keine zwei Honige gleich sind. Im Wesentlichen besteht jedoch jeder Honig aus zwei einfachen Zuckern: Glukose und Fruktose. Der Körper kann diese Zuckerarten, so wie sie sind, assimilieren, weil die Bienen die nötige Umkehrung in einfache Zucker bereits ausgeführt haben; das erübrigt sich somit im menschlichen Verdauungstrakt. Glukose wird sofort ins Blut absorbiert, Fruktose etwas weniger schnell. Da keine chemischen Umwandlungen nötig sind, ist Honig eine Quelle schnell gewonnener Energie. Honig enthält all die Vitamine, die von Ernährungswissenschaftlern als fürdie Gesundheit notwendig erachtet werden. Hierzu gehören Vitamin B, Thiamin, Riboflavin, Nikotinamid, Pantothensäure, Pyridoxin, Biotin Ascorbinsäure, NikotinsäureAlle diese Vitamine spielen eine wesentliche Rolle in der menschlichenErnährung. Und ganz anders als bei Früchten und Gemüse, die während der Ernte, der Lagerung und der Zubereitung einiges von ihrem Vitamingehalt verlieren, verliert Honig - sofern er nicht überhitzt wird - seine Vitamine nicht. Honig aus der Region Leipzig - Sachsen enthält auch alle für die Gesundheit wichtigen Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Mangan, Silizium, Chlor, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor, Aluminium und Magnesium. Die Mineralgehalte der verschiedenen Honigarten sind unterschiedlich und entsprechen dem Mineralreichtum des jeweiligen Bodens. Stark aromatische, dunkle Honigsorten, die im Sommer und Herbst geerntet werden, haben generell den reichsten Gehalt an Eisen und anderen Mineralstoffen (siehe Tabelle 1). Darüber hinaus enthält unbehandelter, unfiltrierter Honig winzige Pollenstückchen, die stark eiweißhaltig sind.Die Einbeziehung des Honigs aus der Region, in die täglichen Mahlzeiten kann einen Mangel an Spurenelementen beseitigen helfen.

Honigbehandlung

Von der Imkerei Beer bekommen Sie unbehandelten, naturbelassenen Honig aus der Region Leipzig - Sachsen.
Honig ist am wertvollsten im unbehandelten Zustand, in dem er weder erhitzt noch filtriert ist. Diese Verfahrensweisen werden jedoch in der kommerziellen Honigverarbeitung meistens angewendet. Erhitzter Honig: Einige im Handel erhältlichen Honigsorten sind minderwertig im Vergleich zu frisch geerntetem Honig, weil sie unsachgemäß erhitzt wurden, um den kristallisierten Honig aus den Waben zu schmelzen. Das Erhitzen zerstört die im Honig enthaltenen Enzyme und Vitamine. Der einzige Weg, kristallisierten Honig zu verflüssigen oder die Kristallisierung zu verhindern, ist jedoch seine Erwärmung; falls aber keine speziellen Maßregeln beachtet werden, kann die Hitze das Aroma sehr stark beeinträchtigen. Sogar bei sehr geringer Temperatur, wenn zu schnell erhitzt wird oder zu lang, wird der Honig dunkel und verliert sein schmackhaftes Aroma. Kenntnisse über die Wärmeleitfähigkeit des Honigs sind von praktischer Bedeutung. Wenn granulierter Honig in großen Behältern durch Erhitzen geschmolzen wird, überträgt sich die Hitze durch die Masse an Honig so langsam, daß ein Teil des Honigs bereits überhitzt sein kann, bevor der Honig in der Mitte genügend erwärmt ist, um sich zu verflüssigen.
Filtrierter Honig:
Durch das Filtrierungsverfahren werden dem Honig die eiweißhaltigen Pollen entzogen. Seine Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme behält er, sofern er nicht erhitzt wird. Geklärter Honig: Geklärten Honig erhält man durch das Kombinieren von Übererhitzen und Filtrieren des Honigs; die Enzyme und Vitamine werden zerstört und das Protein (Eiweiß) wird ausgeschieden. Häufig bleibt geklärter Honig in einem flüssigen Zustand und kristallisiert selbst bei niederen Temperaturen nicht.
Kristallisierter Honig:
Wenn man Honig kauft, ist er meistens in flüssigem Zustand; viele Leute glauben deshalb, daß kristallisierter oder gekörnter Honig verdorbener Honig sei. Dies ist ein völliger Irrtum. Die Kristallisation weist auf die Reinheit und die Qualität des Honigs hin. Reiner, unbehandelter Honig wird nach einer gewissen Zeit natürlicherweise kristallisieren, wenn er in einem Behälter aufbewahrt wird. Bestimmte Honigsorten kristallisieren sehr schnell, noch während sie sich in den Waben befinden. Diese Honigsorten enthalten sehr viel Glukose, die sich vom Wasser trennt und kristallisiert. Aus Luzernen gewonnener Honig kristallisiert wegen seines hohen Anteils an Glukose schneller als andere Honigarten. Honig, der viel Fruktose enthält, bleibt länger flüssig. Diese unterschiedliche Zusammensetzung hängt von den Blüten ab, die von den Bienen besucht wurden.Manchmal bildet sich auf kristallisiertem Honig eine weiße Schicht, wie winzige Luftbläschen, die an die Oberfläche gedrückt werden. Das bedeutet nicht, daß der Honig schlecht ist; reiner, naturbelassener, roher Honig kann nicht verderben. Honig kristallisiert nicht, wenn der Behälter an einen warmen Platz gestellt wird, denn er kristallisiert nur bei niederer Temperatur. Um Honig wieder in einen flüssigen Zustand zu bringen, muß man nur den Behälter in warmes (nicht heißes) Wasser stellen.

Honig als Heil- und Schönheitsmittel

Honig ist zuallererst ein sehr energiereiches Nahrungsmittel, besonders gut für Menschen, die viel körperliche oder geistige Arbeit leisten müssen. In geringen Mengen eingenommen, ist er eine direkte Nahrungsquelle für Blut, Herz, Muskeln und Gehirn.
Durchschnittlich verbrennt ein Mensch ca. 30g Zucker in der Stunde. Das Nervensystem ist von einer konstanten Zuckerversorgung abhängig, um optimal funktionieren zu können. Deshalb muß der Blutzucker immer auf mindestens einem Zehntel Prozent im Blut gehalten werden, damit das Gehirn und das Zentralnervensystem ausreichend versorgt werden können.
Der Zucker wird vom Körper in Glukose umgewandelt. Honig ist eine außerordentlich gut gesättigte Lösung von vorverdauten Zuckern, die leicht absorbiert wird und dem Körper Energie zuführt. Zuerst wird der Glukoseanteil des Honigs sofort in den Blutstrom aufgenommen. Dann wird die Levulose oder Fruktose zunächst in Glykogen und dann in Dextrose (Glukose) umgewandelt. Diesem Vorgang verdankt der Honig seine ebenso breitgestreute wie seine unmittelbar belebende Wirkung.
Schon seit Jahrtausenden weiß man von der energieerzeugenden Kraft des Honigs. In der Bibel steht (1. Sam. 14, 27) "und Jonathan streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, tauchte ihn in eine Honigwabe und nahm eine Handvoll in den Mund; da wurden seine Augen munter".
Zu allen Zeiten wurde der Honig auch wegen seiner leicht antibiotischen Eigenschaften gepriesen und in unzähligen pharmazeutischen Präparaten verwendet, um Rachitis, Skorbut, Anämie, Darmentzündung, Wassersucht, Verstopfung, Rheumatismus, Migräne und Schwindel, bis hin zu Leber- und Magenbeschwerden, zu behandeln. Er wurde Säuglingen sowie auch Menschen mit einem schwachen Verdauungssystem verschrieben oder jenen, denen die beiden Enzyme Invertase und Amylase fehlten, die für den Prozeß der Zuckerumwandlung notwendig sind. Ferner ist Honig der Zucker, der von den Nieren am besten verarbeitet wird.
Jahrhunderte hindurch wurden die Honigwaben gekaut, um Krankheiten im Atmungstrakt zu lindern. Sie beruhigen die Bronchien und machen sie unempfindlicher; sie scheinen auch ein Anti-Allergen zu sein. Eine Erklärung dafür ist der darin enthaltene Pollen. In der Volksmedizin wird Menschen, die an einer Blütenstaub-Allergie leiden (z.B. Heuschnupfen) empfohlen, regelmäßig Honigwaben aus der Umgebung zu kauen, sobald diese im Frühjahr erhältlich sind. Ein altherkömmliches Mittel sind Honigpackungen, die auf offene Wunden oder auf Brandwunden gelegt werden; sie erleichtern sofort die Schmerzen und beseitigen den Juckreiz.Die keim-tötende Wirkung des Honigs hängt mit seiner Fähigkeit zusammen, das Wasser zu absorbieren; Bakterien, die darin enthalten sind, gehen aus Mangel an Feuchtigkeit zugrunde. Diese bakterientötende Kraft wird noch durch die Tatsache erweitert, daß Honig eine reagierende Säure ist, die Kalium enthält, wodurch er ein ungünstiger Nährboden für das Wachstum von Bakterien ist. Dr. D.C. Jarvis erwähnt in "Folkmedicine" (Fawcett 1958) Experimente, in denen verschiedene Bakterien in reinem Honig bald abstarben.
Den verschiedenen Honigarten werden bestimmte medizinische Eigenschaften zugeschrieben. Da fast jeder Honig eine Nektar-Mischung aus vielen Blüten ist, müssen darin mindestens 51% Nektar einer bestimmten Blüte enthalten sein, um als Honig einer speziellen Pflanzenart etikettiert werden zu können.

Die natürlichen Kräfte der Bienen.

Bienen gibt es schon seit 40 – 50 Millionen Jahren, wie sich anhand von Bernsteinfunden nachweisen lässt. Verglichen damit ist die Geschichte des Menschen kurz: uns gibt es erst seit ca. 2 Millionen Jahren. Wie ist es den Bienen gelungen, sich über diese Enorme Zeitspanne hinweg immer wieder wechselnden Umweltbedingungen anzupassen und so zu überleben? Wie funktioniert es, dass ca. 50-60.000 Bienen in einem Bienenstock auf engstem Raum zusammen leben, ohne dass das Volk binnen kürzester Zeit durch Krankheiten aus gelöscht wird? Mit diesen Fragen hat sich auch die Forschung beschäftigt und darauf im Wesentlichen zwei Antworten gefunden: Bienen haben ein ausgeklügeltes Sozialsystem und ein außergewöhnliches Gesundheitssystem

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Gesundheit und Schutz

Im Bienenstock herrscht in der Zeit der Vermehrung bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit eine konstante Temperatur von 36° bis 37°C – ideale Bedingungen für die rasche Verbreitung der von Keinem. Doch die Bienen produzieren ihren eigenen Schutzstoff, der nicht nur die klimatischen Bedingungen im Stock konstant hält, sondern auch die Verbreitung von Keimen verhindert, das so genannte Propolis oder Kittharz. Der Name Propolis stammt aus dem Altgriechischen. Die Griechen, beeindruckt von der Struktur eines Bienenvolke, nannten diese Polis – Stadt. Der Begriff Propolis bedeutet sinngemäß übersetzt etwa „zum Schutz er Stadt“.Die Biene machen sich den Schutzmechanismus von Bäumen zu Nutze: Diese verschließen durch mechanische oder mikrobielle Schädigung entstandene Risse mit Harz. Die Bienen sammeln dieses Harz und vermischen es mit eigenem Drüsensaft. Mit dieser Substanz - dem Propolis – wird der gesamte Stock abgedichtet und so vor Zugluft, Feuchtigkeit und Eindringlingen von außen geschützt. Zusätzlich tötet Propolis Bakterien und andere Krankheitskeime wirksam ab, die die Bienen von einem Arbeitsflug mitbringen. Deshalb ist am Eingangsbereich einen Art Propolis-Vorbau installiert, mit dem jede Biene beim An- oder Abflug in Berührung kommen muss und die den Stock vor Keimen und Eindringlingen schützt.

Propolis – Eine lange Geschichte

Wie kam man überhaupt darauf, dass Propolis Heilkraft besitzen könnte? Schon vor tausenden von Jahren beobachteten Forscher ein interessantes Phänomen: Dringt ein Feind wie z. B. eine Maus in den Bienenstock ein, wird sie von den Bienen getötet. Da die Maus viel zu schwer für den Abtransport ist, würde sie normalerweise im Stock verwesen und mit den dabei entstehenden Bakterien das ganze Volk gefährden. Die Bienen bekleben den ganzen Körper mit Propolis. Dadurch wird die Verwesung verhindert, der Körper mumifiziert mit der Zeit. In der Antike begannen Wissenschaftler Prolpolis näher zu untersuchen: Aufzeichnungen von Aristoteles, Plinius und dem damals berühmten Arzt Dioscorides empfehlen es bei Quetschungen, eitrigen Wunden, für die Augen, innere Organe und als Zugsalbe zur Entfernung von Splittern. Im alten Ägypten wurde es zur Einbalsamierung verwendet und die Inkas kannten es als Medizin gegen eitrige Wunden.Im Zeitalter der modernen Medizin gerierten Bienenprodukte zusammen mit den meisten naturheilkundlichen in der westlichen Welt in Vergessenheit. Synthetische Arzneimittel waren die Mittel der Wahl, da sie schneller und gründlicher wirken als natürliche Heilmittel. Sie haben allerdings auch einen gravierenden Nachteil: ihre zahlreichen Nebenwirkungen. So war es nur natürlich, dass man sich ab der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts auf die alten Naturrezepte zurück besann. Ab dieser Zeit wurden auch zahlreiche klinische Studien zur Wirkung von Propolis gegen die unterschiedlichsten Krankheiten durchgeführt. Mitte der 60er Jahre untersuchte der französische Professor Remy Chauvin zahlreiche Insekten auf Bakterien und stellte dabei fest, dass Bienen frei von Mikroorganismen sind. Das heißt, sie sind vor Bakterien geschütz und zwar besser als ein Mensch, Antibiotikum nimmt. Dies Kommt durch die ständige Berührung der Bienen mit dem vorher beschriebenen Propolis-Vorbau. Und das Erstaunlichste : Die Wirkstoffe von Propolis haben in über 40 Millionen Jahren nichts von ihrer Wirksamkeit eingebüßt, obwohl die Erreger sich in dieser beträchtlichen Zeitspanne ständig verändert haben.

Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude – Danach Streben wir alle.

Doch wie erreichen wir dieses Ziel? Kaum 50 Jahre ist her, da entdeckte ein französischer Forscher, dass ein Bienenstock keimfreier ist als ein Operationssaal. Die unglaubliche Vitalität von Bienen, ihr Arbeitseifer, die Fähigkeit einer Königin so viele Eier zu legen, das sie ein ganzes Volk erhalten kann, sind schon viel länger bekannt. Jeder weiß das Bienen Honig produzieren und dass Honig gesund ist. Ob Honig, Gelée Royal, Pollen, Bienenbrot oder Propolis – Bienenprodukte enthalten alle für uns Menschen erforderlichen Nährstoffe: Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Mineralstoffe. Zudem sind sie reich an Vitalstoffen wie Vitaminen, Enzymen und Spurenelementen, die leicht vom Menschlichen Organismus aufgenommen werden können. Kein Wunder also, dass Bienenprodukte in Zeiten, wo es immer wichtiger wird die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, eine Renaissance erleben.

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Propolis - Siegeszug im Westen

Seinen Siegeszug im Westen verdankt Propolis im Wesentlichen einem Mann: dem Dänen Karl Lund Aagaard. Seine Forschungen rund um die Bienen begannen mit einem Geschenk: Er erhielt einen Bienenkorb mit 60.000 Honigbienen. Je mehr er die Bienen beobachtete, umso mehr faszinierten sie ihn. Er studierte Imker-Bücher und erweiterte seinen Bestand innerhalb von zwei Jahren auf 6 Körbe. Er experimentierte in die unterschiedlichsten Richtungen – unter anderem auch mit dem Kittharz, das er in den Bienenstöcken fand. Als er an einer starken Halsentzündung mit hohem Fieber erkrankte, startete er einen Selbstversuch, den er wie folgt schildert:
„In der Nacht fand ich keinen Schlaf und erinnrte mich in meinem Fieberwahn an das Propolis, das ich so viele Jahre gesammelt hatte Ich taumelte zu dem Schrank, in dem ich es verwahrte, nahm eine große Portion davon, zerstieß den Stoff im Mörser zu Pulver und löste es im warmen Wasser auf. Den Sud goss ich durch einen Kaffeefilter. Mit dem Aufguss, der so gelb war wie Tee, gurgelte ich, ohne weiter darüber nachzudenken. Dann wankte ich zurück zu meinem Bett und schlief ein. Am nächsten Morgen waren alle Beschwerden wie weggeblasen. Meine Frau – Krankenschwester von Beruf – untersuchte meinen Hals und war höchst erstaunt, dass nur noch eine schwache Rötung zu sehen war. Auch diese verschwand im Laufe des Tages“
Seit dieser Erfahrung stand der Entschluss Aagaards fest, sich der Erforschung von Propolis zu widmen. Weitere Selbstversuche zu unterschiedlichen Anwendungsgebieten folgten.
Aagaard wurde mit der Zeitweltweit anerkannter Experte für Propolis.

Der Beitrag der Natur: Blume und Biene

Die Herstellung des Honigs beginnt in der Pflanze selbst. In dem tiefsten Teil der Blüten befinden sich zwei Drüsen, die Nektarien, die den Nektar ausscheiden. Die Bienen ziehen den Nektar durch ihren langen Saugrüssel herauf und lagern ihn in ihrem Honigmagen, wo die Verarbeitung des Nektars sofort beginnt. Die Umwandlung des Nektars in Honig vollzieht sich in zwei Stufen: zunächst durch Gärung (sie wird verursacht durch die im Nektar selbst enthaltenen Enzyme und durch Enzyme, die von den Futtersaftdrüsen der Bienen ausgeschieden werden) und dann durch Verdunstung jeglicher überschüssiger Feuchtigkeit. Wenn der Nektar reichlich und im Überfluß vorhanden ist, brauchen 900 Bienen einen Tag, um ein Pfund Honig herzustellen; wenn der Zuckergehalt des Nektars niedriger ist, sind allerdings 30 Tage für 3000 Bienen nötig, um dieselbe Menge zu produzieren.

Apis Mellifera, die Honigbiene, ist in ganz Europa, Amerika, Australien und Afrika zu finden.Apis Dorsato, die Riesenbiene, ist in Asien heimisch.
Die Honigbiene ist ein soziales Insekt; sie ist auch das winzigste Haustier. Jedoch ist es dem Menschen niemals gelungen, die Grundverhaltensweise oder Physiologie der Bienen zu verändern, und deshalb wirken sie in vollster Übereinstimmung mit ihren angeborenen Funktionen.
Ein Bienenschwarm besteht aus 60000-90000 Bienen, die zusammen leben und streng organisierte Aufgaben erfüllen. Als Obdach wählt der Schwarm entweder eine von der Natur bereitgestellte Höhlung (hohler Baum) oder eine von Menschen gebaute Behausung (Bienenstock). Sobald sie in neue Quartiere eingezogen sind, beginnen die Bienen Honigwaben zu bauen, mit einem Wachs, welches sie aus zahlreichen, sich zwischen den Segmenten ihres Hinterleibes befindlichen Wachsplättchen absondern. Jede Wabe wird aus einer doppelten Schicht sechseckiger Zellen konstruiert. Im Bienenstock herrschen klar umrissene Regeln und Gesetze. Die Brut ist vor der Hauptwabe im Zentrum des Bienenstocks untergebracht, in den äußeren Teilen sind die Zellen mit Honig gefüllt und die dazwischenliegenden mit Pollen.
Die Arbeitsbienen imprägnieren das Nest mit Propolis, einem harzigen Sekret, das sie von Knospen sammeln.Eine Arbeiterin kann instinktiv erfassen, ob der Nektar den richtigen Feuchtigkeitsgrad hat. Wenn er zu dünn ist, hängt sie ihn tröpfchenweise an der Zellendecke auf und läßt ihn trocknen; wenn er zu dick ist, bearbeitet sie ihn in ihrem Rüssel, bis er die richtige Beschaffenheit hat (eine Konzentration von ca. 60% Zucker). Danach steckt sie ihn in die Zellen und initiiert den Reifungsprozeß, indem sie mit ihren Flügeln fächelt, bis die überschüssige Feuchtigkeit verdunstet und nurmehr eine Zuckerkonzentration von etwa 80% übrigbleibt. Nachdem dies getan ist, dichtet sie die Zelle so mit Wachs ab, daß der Honig unbegrenzt haltbar ist.Nach 3-wöchiger Arbeit im Bienenstock fliegt die Arbeiterin aus, um den von Kundschafterbienen entdeckten Nektar und Pollen zu sammeln. Die Kundschafterbienen bilden eine Elite; wie sie ausgewählt werden, weiß man bis heute nicht. Sobald sie eine Nahrungsquelle gefunden haben (sie werden vom ultravioletten Leuchten des Pollens und des Nektars angezogen), markieren sie die Pflanze mit einem aus ihrem Hinterleib ausgeschiedenen Hormon und kehren zum Stock zurück, indem sie sich den Winkel ihres Fluges im Verhältnis zur Sonne merken. Dann vermitteln sie durch bestimmte Tänze, die sie am Flugloch aufführen, den Standpunkt der Blumen.
Nach Professor Karl von Frisch weist der „Rundtanz“ auf Futter in der nächsten Umgebung hin, während der „Schwänzeltanz“ eine Futterquelle in einiger Entfernung anzeigt. Die Kundschafterbienen weisen auch durch den Geruch ihres Körpers und durch den Nektar, den sie in ihrem Honigmagen tragen, auf die Blütenart hin. Der Trieb der Kundschafterbienen, neue Futterquellen aufzutreiben, hängt völlig von den Bedürfnissen des Stockes ab, über die sie offensichtlich immer genau Bescheid wiss

Trachtbienen sammeln entweder Nektar oder Pollen (Pollen ist schneller zu sammeln als Nektar zu ernten, deshalb werden hierfür weniger Bienen eingesetzt). Wenn es reichlich Nahrung zu sammeln gibt, können die Arbeiterinnen schnell an Erschöpfung sterben. Einige haben so zerrupfte Flügel, daß die verbliebenen Stummel kaum mehr die schwere Last tragen können.Die Lebensspanne einer Trachtenbiene hängt von der Art der Arbeit ab, die sie verrichtet, und übersteigt selten ein paar Monate.Von Zeit zu Zeit, wenn ein Bienenstock übervölkert und die Brutstätten überfüllt sind, teilt sich das Bienenvolk, indem es ausschwärmt

Bestäubung

In Deutschland wird die Produktion von Honig, eventuell noch von Wachs, als wichtigstes Ergebnis der Bienenhaltung gesehen. Dabei wird der um ein Vielfaches höhere ökonomische Wert der Bestäubungsleistung außer Acht gelassen.

Etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion in der Welt hängt von der Bestäubung ab.

Zwischen 800 und 900 Euro beträgt der Bestäubungswert eines Bienenvolkes. Nach Schätzungen der Universität Hohenheim beträgt der ökonomische Wert der Bestäubung weltweit 70 bis 100 Milliarden Euro und in Deutschland etwa 2,5 Milliarden Euro. Neben den klassischen Bestäubungspflanzen wie Obstbäume und Beeren muss zusätzlich die Bestäubung von Wildpflanzen, die wiederum Nahrung zahlreicher wildlebender Tiere sind, berücksichtigt werden. So tragen die Bienen auch zur Vielfalt der Natur bei.
Beim Besuch der Blüten sammeln die Bienen nicht nur Nektar, sondern auch Blütenstaub (Pollen), mit dem sie ihren Nachwuchs versorgen. Bienen fliegen – im Gegensatz zu anderen bestäubenden Insekten – während ihrer Sammelflüge immer nur eine Pflanzenart an, so lange diese ihnen noch ein ausreichendes Nahrungsangebot bietet. Man nennt das Blütenstetigkeit. Beim Blütenbesuch bleibt immer etwas Pollen am Stempel der Blüte haften. Diese Bestäubung mit Pollen der gleichen Art führt bei insektenbestäubten Pflanzen zur Befruchtung, es entstehen Samen bzw. Früchte. Zu unseren wichtigsten insektenbestäubten Nutzpflanzen gehören Obstbäume, Raps, Sonnenblumen, Erbsen, Bohnen, Paprika, Tomaten, Gewürzkräuter, Wein und Getreide. Gerade wenn im Frühjahr unsere Kulturpflanzen blühen, sind nur die Honigbienen in sehr großer Anzahl als Bestäuber verfügbar, da sie im Gegensatz zu Hummeln, Wespen oder anderen Insekten-Bestäubern nicht als Einzeltier überwintern sondern als Volk mit 5000 bis 15000 Bienen. Forschungsergebnisse an der Universität Wien brachten eine Ertragssteigerung von 50 Prozent bei einer Aufstellung von Bienenstöcken in der Nähe eines Rapsfeldes.
Für eine Apfelanlage braucht man zwei Völker, für die meisten Feldfrüchte ein Volk je Hektar. Es können manchmal auch bis zu acht Völker je Hektar nötig sein. Die Beuten sollten in Zweier- bis Vierergruppen gleichmäßig über die Fläche verteilt werden, nicht weiter als 400 Meter voneinander entfernt sein und jeweils aus mindestens 20.000 Bienen bestehen. Im Obstbau werden die Völker kurz nach Blühbeginn aufgestellt. Laut deutschem Imkerbund hängen rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab. Aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität wie Form, Zucker- und Säuregehalt, Keimfähigkeit sowie Lagerfähigkeit der Früchte, wird durch die Bestäubung gesteigert. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung ist enorm und übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache.

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